Tierischer Abschied

Es ist Mittag.
Eine Freundin ruft an.
Wir plaudern über dies und das. Während des Gesprächs gehe ich am tierischem Heim vorbei- und erschrecke:

 

Total verdreht liegt das kleine Paulchen Panther in seiner Kuschelhöhle. Kurzatmig- der minimale Einstieg ins Kuschelheulager war zu viel für seine Füßchen- erschöpft liegt er in der Ecke und schnauft vor sich hin.

 

Ich nehme ihn zu mir, wärme ihn. Kämpfe mit den Tränen.
Ja, es ist offensichtlich: die Zeit des Abschieds ist gekommen.

 

Und dann… gute 2 Std später voller innigen Abschiednehmens – gerade hatte ich mich für ein paar Sekunden von ihm abgewandt- Zufall??- da gibt er einen letzten, tiefen Seufzer von sich- und entschwindet in den Meerschweinchen- Himmel.

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Danke, kleiner „Mann“- für die wunderschönen 4,5 Jahre hier bei mir.

 

 

Nun wird es sehr still werden hier in meinem kleinen Reich…. 😦

 

Die lady macht auf Fernsehen…

Wer hätte das gedacht:

Nach noch nicht einmal 8 Monaten Gitarrenspielpraxis fragte mich plötzlich Ende letzter Woche meine Teilvorgesetzte, ob ich nicht mit einer Seniorengruppe zusammen singen könne- inklusive meiner Gitarre und… einem Kamerateam, welches diese Szene „ganz nebenbei“ filmt…..

was will ich sagen:

Die Aufnahme war tags darauf im Kasten.

Trotz fremder Gitarre (mit fiiiesen Stahlsaiten, auuu) und Chaos drum herum- alles glatt gelaufen, irgendwann habe ich die vielen Zuschauer (inkl. Chefetage) ausgeblendet und… einfach los gesungen. Damit die Leute angesteckt und- ordentlich Spaß gehabt .

Jaaa, ein klitzekleines bisschen bin ich schon stolz auf mich. 🙂

Möchte-gern-Muttergefühle

Mein vierbeiniger Senior ist krank. Vermutlich eine Zahnfehlstellung. ( 6 Jahre ist auch schon steinalt für so ein kleines Fellknäul.) Eine,die ihn fieserweise daran hindert, all die Leckereien angemessen zu verspeisen…

Tierarzt angerufen, da erst übermorgen einen Termin bekommen.

Da der Kleine bis dahin nicht vom Fleisch fällt, habe ich vorhin noch im Tiefflug Päppelbrei dort raus geholt.

Ob er die Nacht übersteht… ich weiß es nicht.

Aber die Päppelaktion via Spritze eben, die hat glatt Muttergefühle in mir ausgelöst.

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Da sieht man hinterher doch gerne aus wie ein Schwein.
Hauptsache, der Kleene kommt wieder zu Kräften.

Zaubermoment

Ein kleiner, stiller Andachtsraum.

Eine einfühlsame, sehr geduldige, männliche Begleitung mit einem tollen Gespür für die Musik

Eine simple, gestimmte Orgel

Und ich. Die nach über 10 Jahren (unfreiwilliger) Abstinenz von diesem noch fast unbekannten, jungen Mann einfach den Schlüssel zum Instrumentbedienen in die Hand gedrückt bekommen habe mit der sanften Aufforderung

„Spiel einfach- und habe keine Angst vor falschen Tönen.“

Heraus kamen über 3 Std intensiven Spiels.

Erfolgreiches Überwinden meiner persönlichen Instrumental“phobie“, schon zum zweitem Mal in dieser Woche.

Mein Herz feiert gerade eine Party.

Ich schreibe ja ungern übers Wetter…

…aaaabbber:

Heute hatte ich schon das Gefühl, als wolle der Wetter-Boss mich verschaukeln:

Immerhin, auf dem Hinweg zur neuen Arbeit im alten Betrieb setzte der Regen genau DA ein, wo ich im Gebäude war.

Aber auf dem Heimweg- erst strahlender Sonnenschein, als wäre nie etwas gewesen. Doch keine 5 Minuten später, noch gute 4 km Radstrecke lagen von mir- Wolkenbruch auf offener Strecke. Innerhalb von Minuten war ich klatschnass.

Und prompt, wie ich das Treppenhaus betrat:

Blauer Himmel, allüberall. Petrus scheint mitten in der Generalprobe für den April zu stecken.

Applaus von mir.

Über den Sinn des Schenkens

Dass die Weihnachtszeit immer konsumorientierter wird, ist leider nichts Neues.
Als ich jedoch am Montag die Zeitung in Händen hielt,las ich da auf dem Titel Folgendes:

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Man beachte bitte das Datum.
Es war noch nicht einmal Heiligabend; der Tag der Bescherung, nein, nein! Bereits im Vorfeld wird man darüber aufgeklärt, wie man z.B. bestmöglich Oma´s mit Liebe gestrickten Pulli ganz schnell wieder los wird. Oder die Kette, für die sich der Partner ggf stundenlang die Beine in den Bauch gestanden hat in dem vorweihnachten Chaos der Innenstädte.

Wertschätzung, Anerkennung der eigentlichen Geste hinter dem Schenken?! Fehlanzeige. Hauptsache, man selbst kommt super bei der Sache weg…

Mich stimmt das nachdenklich.
Wie war das eigentlich damals mit Maria und Josef? Die hätten sich gefreut, einen warmen Platz zu finden, um das Kind auf die Welt zu bringen- und so wurde der Ort der Niederkunft Jesu ein kleiner Stall- zugig, vermutlich mit tierischer Gesellschaft und den dazu gehörigen Geruch. Nicht unbedingt ein Sinnbild des Luxus…und ich meine, dass sich die drei Weisen aus dem Morgenland mit ihren Gaben auch nicht um dessen Begehrtheit kloppten…

Nein, es muss nicht immer das große Festmahl sein.

Bei mir waren es heute zwei Frühlingsrollen aus dem Supermarkt. Bei Kerzenschein, ganz für mich. Und auch die Bescherung war übersichtlich: unter anderem eine Guten-Morgen-Tasse mit eingraviertem Namen. Leider falsch geschrieben, was mich schmunzeln lässt. Aber hey: da waren Menschen, die in Liebe an mich dachten. Das tut gut. Nicht nur zu Weihnachten. Genau das wünsche ich Euch:

Frieden im Herzen und authentische Menschen um Euch herum !!! Diese sind unbezahlbar.

Wehr Dich!!!

Ganz gleich, ob zwei intolerante Fahrradgeschäfte, die unprofessionell agierend Dir mitteilen, dass Du in ihren Augen zu wenig verdienst, um in die Gunst eines (dringend notwendigen) neuen Fahrrades zu kommen

oder eine Behörde, die Dich dafür bestraft, dass Du Dir zwei Stellen gesucht und gefunden hast- und Dir quasi als vorweihnachtliches „Geschenk“ eine Zahlungsaufforderung im dreistelligen Bereich schickt

oder ein „Freund“, der sich nur meldet, wenn er Lust und Laune hat oder es ihm gerade schlecht geht…

ECHTE Freunde von mir sagten zu Recht:

„WEHR DICH !!!“

Jepps. So langsam lang´s auch mir! Nachdem ich die Tränchen getrocknet habe, die gerade flossen. Ein Königreich für ein, zwei drei Glücksmomente.