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Lauf Lady, lauf!

Es ist unglaublich, wie die Zeit dahin rast. Kaum, dass man sich versieht, ist schon wieder über die Hälfte des Januars 2010 um.
Und wie bin ich hinein gekommen, ins Neue Jahr, durch die Feiertage ? Ich würde sagen: kunterbunt- ja, das umschreibt es glaube ich ganz gut.
Ich durfte sie in weiten Fernen verbringen, über 8 Stunden Zugfahrt vom meinem WG- Zimmerchen entfernt.
Es tat gut, einmal etwas raus zu kommen, eine völlig andere Umgebung, eine andere Mentalität kennen zu lernen. Gast sein zu dürfen. Bei Einkäufen sich nicht zu fragen, was brauche ich noch?sondern was brauchen WIR noch?- und sich an diesem WIR auch erfreuen zu können. Das Ganze gewürzt mit vielen Impulsen und Wegweisern,für die ich ebenfalls sehr dankbar bin.

Daheim erwartete mich eine weiße Winterwelt, die mich sehr berührte. Sie inspirierte mich zu der Überschrift dieses kleinen Eintrags:
denn fortan lud mich Frau Holle dazu ein, ausgiebig und eigentlich fast alle Wege zu Fuß zu absolvieren. Ein Aspekt, der nicht nur meinem Bäuchlein gut tat, sondern ganz besonders meiner Seele. Eine fast magische Atmosphäre, die sich kaum mit der Kamera einfangen ließ, so wunderbar empfand ich sie.
Und nur ganz, ganz leise summt das Lied des Einsamen Mädchens traurig in meinem Kopf.

Ich starte mit vielen Ideen ins Neue Jahr und hoffe sehr, dass sich manch eine davon erfolgreich umsetzen mag.
Und ich sage nochmals Danke für all die lieben Nachrichten+ Kommentare, die mich erreichten. Da wird es noch Antworten von mir geben!
Schön, dass es Euch gibt!
Alles Liebe, Eure Lady

O Du traurige

Ganz gleich, ob im Radio, im Supermarkt, in den Schaufenstern der Innenstadt,…überall, wohin man schaut wird man- ob man will oder nicht- mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest konfrontiert: Weihnachtsmänner, Tannenbäume, Endlosschleifen von dudelnden Weihnachtssongs wohin das Auge reicht…

Erst gestern flatterte mir aus dem Briefkasten innerhalb von sage und schreibe 2 Wochen ein dritter “Sonderaktion”- Werbeflyer von ein und derselbem Versandhaus entgegen, der in den buntesten Farben dazu aufrief, doch endlich, endlich “zuzuschlagen”. Ja, glauben die denn, dass gerade in der Vorweihnachtszeit mein chronisch streikender Goldesel ohne Unterlass Knete für mich produziert?!

Wütend befördere ich das Papier in den Altpapier- und frage mich langsam ernsthaft, wo verflixt nochmal die Besinnlichkeit abgeblieben ist.
Sollen nicht gerade Weihnachten und speziell die Vorweihnachtszeit dazu aufrufen? Einladen dazu, in sich zu gehen, zur Ruhe zu kommen- einfach man selbst zu sein?
Stattdessen sehe ich die Leute wie die Irren durch die Gegend hetzen und fast schon panisch die Geschäfte nach tollen Geschenken für die Liebsten möglichst günstigen Schnäppchen zu plündern. In einem der unzähligen Flyer las ich letztens sogar von einer überdimensionalen Geschenk-Umtausch-Aktion, welche dort als DIE Mordsgaudi präsentiert wurde. Wo bleibt da der Respekt gegenüber dem Schenker?

Ich bin es aufgrund meiner (nicht unbedingt schönen) Biographie nicht gewohnt, etwas geschenkt zu bekommen.
Vielleicht gerade aus diesen Gesichtspunkten heraus bin ich dafür um so berührter über Dinge, Gesten, mit denen mir mein Gegenüber signalisiert, dass ich ihm wichtig bin. Das kann z.B. eine lange Umarmung sein, wie sie mir eine Bekannte heute geschenkt hat, die mir zufällig über den Weg lief als ich gerade verweint von einer Beerdigung kam, ein langes Telefonat morgens um 1 Uhr mit einem treuen+ geduldigen Freund,….all das sind Dinge, an denen mein Herz hängt, es vor Freude hüpft- für mich unbezahlbare Momente. Streicheleinheiten für die Seele.

Ich wünsche mir ein Umdenken in dieser Konsumgesellschaft.
Das Erkennen, dass es nicht darauf ankommt, irgendwelche Luxusgüter zu besitzen, sondern auf die gegenseitige Wertschätzung und Achtung untereinander.


Um dies quasi darstellend zu unterstreichen, habe ich diesen Herren kopflos gemacht.

Endphase WeihnachtsCD

Die letzten Tage ging es in unserer kleinen Redaktion hoch her.
Ein Einsprechtermin jagte den nächsten, die SprecherInnen arbeiteten (meist) höchstkonzentriert und diesmal durfte auch ich endlich wieder einmal als Sprecherin hinters Mikro. Ich gebe gern zu- das Ergebnis hat mich sehr angenehm erstaunt:
Ein gut 11 Minuten langer Text wurde intoniert. Während der Aufnahme spürte ich mehr und mehr, mit welch einem Elan ich wirklich IM Text war- und als ich ein “frequenziell gestörtes Radio” plötzlich rein via Stimme nachahmte, bekam der Techniker einen Lachanfall – ok, ich hätte ihn wohl besser vorwarnen sollen :-)

Heute hingegen war die Arbeit für mich mehr als grenzwertig- vom Spaßfaktor her betrachtet. Wieder einmal Dank einer völlig falschen Auskunft des “Chefs”- dessen emotionale Auswirkungen ich in meiner Funktion als technische Leitung an der digitalen Schnittstelle wieder einmal ausbügeln durfte.
Nur durch vorsichtiges Motivieren und Interagieren gelang es mir, die Gemüter wieder einigermaßen zu beruhigen.
Zur Krönung des Tages fand ich mein eh schon scheintotes Fahrrad (über 18 Jahre alt dürfte es sein) nach Feierabend am Ständer liegend vor- die typisch ostfriesische Brise hatte sein Übriges getan, um es nun nur noch scheppernderweise fortbewegen zu können-ich hoffe, mir bald, bald wieder ein neues leisten zu können.

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