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Plötzlich Mama…

…von diesen beiden Herren…


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Zufällig?? habe ich sie in einer privaten Kleinanzeige gesehen und dachte mir „Hm, ich kann sie mir ja mal anschauen…“

Nach einer kurzen Bedenkzeit dann sagte ich zu- und erfüllte mir damit einen kleinen eigenen Wunsch.
Befreite die beiden von ihrem Scheidungskinder- Dasein. Mittlerweile leben die beiden knappe zwei Wochen bei mir. Und nach und nach lernen wir uns mehr und mehr kennen…

Er hier:

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ist definitiv der Mutigere und Keckere von beiden.
Ich nenne ihn Oskar. Oskar deshalb, weil er gegenüber seinem Brüderchen oft frech wie ebendieser ist….:-)

Und dann er hier:

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Ihn liebte ich sofort!
Ich glaube fest daran, dass er – wie ich- hochsensibel ist. Bei der kleinsten schnelleren Bewegung flitzt er verschüchtert in sein Häuschen, verkrümelt sich hinter seinem großen Bruder und erst nach und nach ließ/ und lässt er es zu, Futter aus der Hand zu fressen.
Vielleicht aufgrund dieser Art „Seelenverwandschaft“ fand ich schnell einen Namen für ihn (weitaus schneller als für seinen großen Bruder): es ist das kleine Paulchen (Panther) .

Herzlich Willkommen, ihr Sonnenscheine!

Erschöpft komme ich von einem schnellen Einkauf heim und stelle mein Rad in den Ständer, atme tief aus. Wenn da jetzt jemand wär………denke ich. Doch ich habe den Gedanken noch nicht zuende gedacht, da erblicke ich sie.

Sie, eine kleine, schwarze Katze.
Sie blickt mir direkt in die Augen- so direkt, dass ich eine Gänsehaut bekomme.
Ohne es bewusst zu merken gehe ich in die Hocke, auf Augenhöhe mit ihr. Da schreitet sie zu mir mit leisen, zarten Schrittchen, schmiegt sich sanft an meine Beine. So zerbrechlich wie ein Elfchen wirkt sie.
Unendlich vorsichtig berühre ich ihren Rücken; lasse meine Hand auf ihr ruhen. Sie dankt es mir mit einem leisen Schnurren. Mein Herz macht einen Freudensprung und ich spüre eine Träne der Rührung in mir. Sie scheint es zu spüren; das, was da gerade in mir vor sich geht- und schmiegt sich noch enger an mich.
Lange, lange sitzen wir so zusammen, fast, als kennten wir uns ewig… bis es ihr zu viel wird und sie bei einer Berührung erschrickt, mir einen leichten Kratzer verpasst und sich distanziert.

Sind wir Menschen nicht manchmal auch so?
Wie schnell sind wir versucht, mit Rückzug zu reagieren, wenn wir verletzt werden. Ein Selbstschutzmechanismus.
Und doch haben wir es in der Hand, in wie weit wir uns dem Gegenüber wieder annähern.
Ich bin dankbar für diese tierische und doch so intime Herzensbegegnung.

Tränen in der Nacht

Von nebenan höre ich sie albern kichern.
Sie, die große Unbekannte; Sie, die Flamme von Mitbewohner Ich-mache-mir-hier-seit-Monaten-nicht-die-Finger-schmutzig. Vorgestellt hat sie sich nie und auch zu Gesicht bekommen habe ich sie noch nicht. Und doch ist ihre Präsenz massiv spürbar.
Sie beißt sich geradezu gierig in meine verletzte Seele.
Unruhig, ja schon fast kindlich-verzweifelt zerre ich an meiner Bettdecke auf der Suche nach etwas Wärme- doch vergebens.
Immer mehr beginne ich zu frieren- und ehe ich es begreife, schmecke ich sie: die Tränen.
Viele, viele Tränen. Trauer.
Trauer um die Liebe zu H., die er schlichtweg hat… sterben lassen, ohne je ernsthaft darum zu kämpfen. Ob ich es einfach nicht wert bin, wirklich und echt… geliebt zu werden ?? Und klein fühle ich mich, ganz klitzeklein.
Wieder neue Tränen. Gemurmel von nebenan.
Doch niemand, der wirklich DA ist. Jetzt gerade.
Vielleicht ist das mein Los…?
Ich schicke ein zaghaftes Gebet gen Himmel und versuche, den Schmerz dort abzugeben.
Und spüre tief in mir, dass alles gut werden wird. Irgendwie, irgendwann.

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